Im Dezember 1997 wurde Hans-Jürgen Rose um Mitternacht wegen Trunkenheit am Steuer ins Revier gebracht. Circa 2 Stunden nach seiner Entlassung wurde er mit schwersten Verletzungen vor der Wolfgangstraße 15 aufgefunden und verstarb noch am gleichen Morgen im Krankenhaus. Trotz Sicherstellung seiner DNA im Speisesaal des Reviers, der Rekonstruktion des Vorfalls, sowie der Beschlagnahmung von Handschellen und Schlagstöcken der diensthabenden Polizisten wurde der Fall eingestellt.

Eine Aufklärung und Verurteilung wurde unterbunden.


Im November 2002 wurde der Obdachlose Mario Bichtemann in das Revier verbracht und über viele Stunden in Zelle 5 festgehalten und letztendlich tot auf dem Zellenboden vorgefunden. Todesursache: Schädelbasisbruch. Trotz der bekannten Unregelmäßigkeiten (keine halbstündigen Gewahrsamskontrollen bei den stark alkoholisierten Insassen und widersprüchliche Zeugenaussagen) wurde das Verfahren gegen den Dienstgruppenleiter Andreas S. stillschweigend eingestellt.

Wieder wurde eine Aufklärung und Verurteilung unterbunden.






Im Januar 2005 wurde der Sierra Leoner Oury Jalloh in Gewahrsam genommen und verbrannte im Revier. Angeblich soll er sich dabei mit Handschellen fixiert auf einer feuerfesten Matratze selbst angezündet haben. Jahrelang wurde der Protest um eine unabhängige Aufklärung kriminalisert. Brandgutachten wurden zu spät berücksichtigt. Im April 2014 wurde das in 2011 eingestellte Verfahren wieder aufgenommen. Im November 2017 wurde bekannt, dass die Staatsanwaltschaft eine Selbstverbrennung ausschloss.

Dennoch wurde das wiederaufgenommene Verfahren im Oktober 2017 eingestellt.